Denken und schöpferisches Werden

Henri Bergson

Bergson deutet die gesamte wirklichkeit aus der metaphysischen Einheit des Lebens und entwirft auf dieser Grundlage eine neue intuitive Erkenntnistheorie, psychologie, Naturphilosophie, Ethik und Religionsphilosophie. Bergsons Einfluß reicht über die Philosophie hinaus auf die Existenzphilosophie und die Literatur (u.a. Marcel Proust). "Was der Philosophie am meisten gefehlt hat, ist die Präzision. Die philosophischen Systeme sind nicht auf die Wirklichkeit, in der wir leben, zugeschnitten. Sie sind zu weit für sie. Man prüfe nur irgend ein passend ausgewähltes unter ihnen, so wird man sehen, dass es ebensogut auf eine Welt passen würde, in der es weder Pflanzen noch Tiere, in der es nichts als Menschen gäbe, und in der sich die Menschen des Essens und Trinkens enthielten, in der sie weder schliefen noch träumten, noch ihre Gedanken ziellos schweifen ließen, in der sie altersschwach geboren würden, um als Säuglinge zu sterben in der sich die Energie nicht zerstreute, sondern konzentrierte, kurzum auf eine Welt, in der alles gegen den Strich ginge und sich ins Gegenteil verkehrte". Henri Bergson

 

Über den Autor
Henri Bergson, geboren 1859 in Paris und dort 1941 gestorben, war französischer Philosoph polnisch-englischer Herkunft. Er lehrte als Professor am Collége de France in Paris und wurde 1914 Mitglied der Academie francaise. 1928 erhielt er den Nobelpreis für Literatur.

 

Reihe: 
eva-taschenbücher
Seiten: 
279
Einband: 
Taschenbuch
ISBN: 
978-3-86393-061-5
Preis (Print): 
19,90 €
Ebook ISBN: 
978-3-86393-528-3