Zu Fuß durch das Jüdische Hamburg

Michael Koglin

Täglich fahren hunderte von Autos über den Hamburger Ballindamm. Doch welcher Fahrer weiß, nach wem die Straße benannt wurde? Die Oberstraße 120, früher ein Tempel, ist heute ein Gebäude des Norddeutschen Rundfunks, in der Rutschbahn 11a am Grindel steht ein Gewerbebau, in der Simon-von-Utrecht-Straße auf St. Pauli erstreckt sich ein Gebäude der Sozialbehörde. Sie alle haben eine Geschichte: Juden haben sie erbaut und in ihnen gelebt. In der Rutschbahn befand sich ein jüdisches Lehrhaus „die alte und neue Klaus“ und in der Simon-von-Utrecht-Straße das von Salomon Heine gestiftete neue israelitische Krankenhaus. Jedem der Häuser, 15 insgesamt, hat Michael Koglin ein Kapitel gewidmet. Er erzählt ihre Geschichte und die ihrer Bewohner und zeigt auf, welche kulturelle Bereicherung Hamburg durch die jüdischen Bürger erfahren hatte. Privathäuser und Villen, Schulen, Krankenhäuser, Bibliotheken, Synagogen und Tempel erschließen mit Text und Fotos ein Hamburg, wie es war vor dem Zweiten Weltkrieg und vor der systematischen Verfolgung und Ermordung seiner jüdischen Bevölkerung. Die Spurensuche wird durch ein Zusatzkapitel über die “Stolpersteine“ vertieft, die vor vielen Hamburger Häusern gegen das Vergessen in den Gehweg gesetzt wurden. Band ist unterstützt und gefördert durch die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius.

 

Reihe: 
Die Hanse
Seiten: 
204
Einband: 
Broschur
ISBN: 
978-3-86393-026-4
Preis (Print): 
19,90 €
Rezensionen & Stimmen: 

„Artikel zum Buch auf der jüdischen InterNet-Site haGalil e.V., Dezember 2012“

»...Auch wer passende Literatur sucht, wird umfangreicher - und besser - als noch vor ein paar Jahren bedient. Wie das Buch "Zu Fuß durch das Jüdische Hamburg" von Michael Koglin beweist. Es werden Wege aufgezeigt, um nicht zu vergessen und um neu zu sehen. So wie die Portugiesische Synagoge an der Innocentiastraße 37 oder die hervorragend erhaltene "Alte und Neue Klaus-Synagoge" in einem Hinterhof an der Rutschbahn 11. Anwohner brachten im vergangenen Jahr eine Gedenktafel an. « Hamburger Abendblatt, 29.03.2010